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Über den
Liederkranz Weiler in den Bergen
Am 17. Januar 1897 trafen sich sangesfreudige Burschen und
Männer, um den Gesangsverein "Liederkranz" zu
gründen. Sie sahen die Aufgabe ihres Vereins darin,
mehrstimmige Chorlieder zu erlernen, sie bei Ständchen,
Gemeindefesten, Konzerten und Sängerfesten vorzutragen.
Theater zu spielen und die Geselligkeit bei den Singstunden,
bei Gartenfesten, Vereinsausflügen und sonstigen Anlässen zu
pflegen. Die Gesangsproben wurden zunächst im Hause des
ersten Vorstands Schumacher Johannes Maier vom ersten
Dirigenten Kaufmann Johannes Krieg abgehalten. Mit zunehmender
Sängerzahl wurden die Singstunden in das Gasthaus Adler
verlegt um im Jahre 1902 konnte ein Lokalmietvertrag mit der
damaligen Mondscheinwirtin Salesia Feifel abgeschlossen und
der Mondschein zum Vereinslokal erklärt werden. Nach dem
Ersten Weltkrieg blühte neues Leben im Verein, nachdem 37
junge Burschen sich dem Liederkranz anschlossen und bald 70
aktive Sänger den stattlichen Männerchor des Dorfes
bildeten, das damals nur etwas über 600 Einwohner zählte.
Das Singen nahm einen großen Aufschwung und die Erfolge
blieben nicht aus. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte
bildete der großartige Erfolg beim Allgemeinen Deutschen
Sängerfest in Waiblingen im Jahre 1927. Unter Leitung von
Kaspar Schierle trug der Verein im einfachen Kunstgesang den
Chor "In den Alpen" von Hegar vor und erhielt vom
Preisgericht den 1. Preis an 1. Stelle zuerkannt. Mit einem
Schlag wurden die Sänger aus Weiler weithin bekannt und ihre
Tenöre beneidet. Noch lange Zeit danach sprach man in
Sängerkreisen nicht mehr vom Dorf Weiler in den Bergen,
sondern von "Weiler in den Alpen". Nach dem
Zusammenbruch 1945 war es schwierig, das Vereinsleben und die
Gesangstätigkeit wieder in Gang zu bringen. Viele Sänger
waren vom Krieg nicht mehr heimgekehrt, anderen bleiben nach
dieser Zeit der Not und Verbitterung dem Singen fern. Aber
altbewährte Kräfte wie Vorstand Georg Elser und Dirigent
Wagenblast konnten die Sänger wieder um sich scharen und zum
Singstundenbesuch ermuntern. Unter Vorstand Max Feile wurde im
Mai 1950 mit dreijähriger Verspätung das 50jährige
Vereinsjubiläum begangen. In den folgenden Jahren wurde der
Schwerpunkt auf Theaterspielen und gesellige Vereinsabende
gelegt. Vom 1.bis 3. Juni 1957 fand das Fest der Fahnenweihe
unter dem Vorstand Roman Fuchs und Dirigent Hermann Unsöld
statt. Nach nie vorher durchzog die stattliche Zahl von 19
auswärtigen Vereinen die Dorfstraße und nich nie vereinigten
sich in Weiler so viele Stimmen in einem Festzelt zu einer
mächtigen Hymne an den Gesang. In den sechziger Jahren ließ
das Interesse am Chorgesang allgemein nach und auch der
Liederkranz hatte Nachwuchssorgen. 1972 wollte man das
75jährige Bestehen feiern. Da der Männerchor in den
vergangenen Jahren immer kleiner geworden war, gründete man
einen gemischten Chor. Mit Hilfe der Frauenstimmen wurde das
Jubiläumsfest ein Erfolg. Neben dem Singen war das
Theaterspielen von Anfang an ein wichtiger Bestandteil im
Programm des Liederkranzes. Mit ihren Singspielen - meist aus
der Feder von Lisa Elser - waren die Weilemer bald weit über
die Grenzen des Ortes und der Stadt Schwäbisch Gmünd
bekannt.1997 feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum
mit einen außergewöhnlichen und anspruchsvollen Programm
unter dem Vorsitzenden Richard Arnold. Ab dem Jahr 2002 stand
der Chor unter der Leitung der ausgebildeten Opernsängerin
D'Ann Ricciolini. Durch intensive Gesangsausbildung in den
Singstunden und bei Gesangsworkshops wurde die musikalische Güte
des Chores deutlich verbessert. Neben der musikalischen
Leitung von D'Ann Ricciolini brachten auch die Inszenierungen
unter der Regie von Stephan Kirchenbauer den Liederkranz
Weiler mit anspruchsvoller Chormusik auf viele Bühnen.
Kinder- und Jugendchor
1998 wurde der Kinder- und Jugendchor gegründet. Die
Kinder hatten mit Bernd Büttner, der den Chor musikalisch
aufgebaut hat, schon viele erfolgreiche Auftritte, wie zum
Beispiel beim Kinderchortreffen in Lindach oder beim
Muttertagsständchen in der Stauferklinik. Auch sangen sie
schon mehrmals im Spitalinnenhof in Schwäbisch Gmünd, wo im
Sommer jeden Sonntag Platzkonzerte stattfinden.Seit dem Frühjahr
2007 leitet nun Miriam Weber den Kinderchor in Weiler
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