| Turnverein Weiler in den Bergen 1920 e. V. | |||||||||
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| Über den Turnverein Weiler in den Bergen | |||||||||
| Ein gutes Dutzend junger Burschen
organisierte am 20. Mai 1920 eine Gründungsversammlung im Gasthaus Bernhardus
und riefen damit den Turnverein Weiler ins Leben. Die treibende
Kraft für die Gründung des Turnvereins war Josef App. Die ersten
Vorstandsmitglieder des Turnvereins Weiler waren: 1. Vorsitzender:
Hans Gold; 2. Vorsitzender: Bernhard Wagenblast; 1. Turnwart: Karl
Knies; 2. Turnwart: Josef Gold; Jugendwarte: Bernhard App und Hugo
Funk; Schriftführer: Alfons Feifel; Kassierer: Albert Funk. Die
Mitgliederzahl betrug zwischen 25 und 30. Anfangs übte man mit ausrangierten bzw. selbst hergestellten Turngeräten in Xanders Garten. Nach der Gründung wurde dann im Kessele (hinter Waibels Hof) geturnt oder bei schlechtem Wetter in Scheunen. Der Turnverein erzielte von Anfang an große Erfolge. Nach 1 bis 2 Jahren intensiven Übens war es selbstverständlich, dass die Vereinsriege fast bei jedem Wettkampf den 1. Preis holte. Um noch erfolgreicher zu werden, beschloss man, eine eigene Turnhalle zu bauen. 1925 wurde mit dem Bau begonnen. Die Gemeinde stellte das Baugelände kostenlos zur Verfügung. Das Startkapital betrug ganze 63,40 Reichsmark. Da jedoch viele „Weilermer" mit anpackten, konnte der Bau auch mit wenig Geld durchgeführt werden. Baumaterial und Fuhrdienste wurden von den Bauern gespendet. Außerdem hatte der TV Weiler damals einen geeigneten Vorstand, Karl Knies, an der Spitze, der es verstand, dem Verein immer wieder neue Geldquellen zu verschaffen, um den Bau finanzieren zu können. Im selben Jahr war die Halle fertig gestellt, und man konnte den Turnbetrieb aufnehmen. Die Mühe hatte sich gelohnt, denn beim Deutschen Turnfest in Köln 1928 wurde Josef Stollenmaier im Fünfkampf 1. Deutscher Turnfestsieger. Er war in unserem Umkreis mit Abstand der beste Turner. In den kommenden Jahren war man erfolgreicher denn je. So auch beim Deutschen Turnerfest 1933 in Stuttgart, als die Vereinsriege den 1. Preis errang. Durch den 2. Weltkrieg ergab sich eine große Durststrecke für das Turnen. Die meisten Aktiven wurden zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht einberufen. 1946 begann der 2. Vorstand Hugo Krieg mit kleinen Schritten den Verein wieder aufleben zu lassen. Doch viele der guten Turner und Gründer des Turnvereins mussten im Krieg ihr Leben lassen. Im Turnbetrieb konnten aufgrund dieser Verluste nicht mehr die bisherigen Leistungen erreicht werden. Das Turnen wurde in den Breitensport umgewandelt, wo jeder mitmachen konnte. Die breite Palette des Angebotes reicht von Eltern-Kind-Turnen - Vorschulturnen - Geräteturnen - Fitnessgymnastik - Wirbelsäulengymnastik - Jazz-Tanz - Skigymnastik bis zu leichtathletischen Übungen und Erwerb des Sportabzeichens. Neue Sportarten entwickelten sich zu einer großen Konkurrenz gegenüber dem Turnen. |
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| Fußballabteilung | |||||||||
| Begonnen hat der Fußballsport in
Weiler vor 37 Jahren. Zuvor hatte der Handballsport in Weiler das
Sagen. Man war leider gezwungen, die Handballabteilung im Jahre 1958
aufzulösen. Ein hierfür maßgebender Grund lag darin, dass in dieser
Zeit die handballspielenden Vereine im Gmünder Raum immer weniger
wurden. Auch hätte man die weiten Anreisen im Kauf nehmen müssen
(Raum Stuttgart), um entsprechende Gegner zu haben, was für den
Verein und jeden einzelnen Spieler finanziell nicht tragbar gewesen
wäre. Es waren letztendlich diese Faktoren ausschlaggebend, dass die Weilermer Handballabteilung ihre Mannschaft im Jahre 1958 zurückzog
bzw. dann auch auflösen musste. Auch identifizierte sich der
Nachwuchs mit dem immer populärer werdenden Fußballsport. So
spielten schon drei junge Weilermer in den Fußballmannschaften von
Bettringen und Waldstetten. Diese beiden Sachverhalte waren es, die
letztendlich zur Gründung einer Fußballabteilung des TV Weiler
führten. Auf der Gründungsversammlung im März 1950 erklärten sich 32
junge Männer bereit, aktiv Fußball zu spielen. Selbstverständlich
kehrten die eben erwähnten „Legionäre" zu ihrem Heimatverein zurück.
Zum ersten Fußballabteilungsleiter wurde der „Mondschein-Wirt" Kurt
Preuß gewählt. Dem ersten Spielausschuss gehörten an: Oberlehrer Max Feile, Karl Staudenmaier, Karl Krieg und Alois Krieg. Zum Spielführer der 1. Mannschaft wurde Günther Schmied bestimmt. Einen der größten Erfolge hatte die Abteilung Fußball mit der aktiven Mannschaft in der Saison 1969/70, man errang die Meisterschaft der C-Klasse und somit den langersehnten Aufstieg in die B-Klasse. Großen Verdienst an diesem Erfolg hatte das Gespann Hans Stollenmaier / Erwin Maier (Trainer). Hans Stollenmaier gelang es, während seiner 4-jährigen Amtszeit als Abteilungsleiter mit viel persönlichem Einsatz die Fußballabteilung auf Erfolgskurs zu bringen. Nach seinem Ausscheiden als Funktionär blieb er eng mit dem Fußball verwachsen. |
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| Skiabteilung | |||||||||
| Zwar führen die Ursprünge bis um
die Zeit vor dem 1. Weltkrieg zurück, und 1952 wurde die
Skiabteilung erstmals ins Leben gerufen, doch die Abteilung wurde
offiziell 1960 im Schwäbischen Skiverband eingetragen. Zu dieser
Zeit war Josef Sorg 1. Vorstand und Alois Krieg war 1.
Abteilungsleiter der Skiabteilung. Durch die tatkräftige
Unterstützung vom Vereinskamerad Max Feile begann eine rasche
Aufwärtsentwicklung. Mit dem Aufwärtstrend auf dem sportlichen
Gebiet ging die Entwicklung auf dem Ziegelberg, der endgültig zum
Zentrum der Skiabteilung geworden war, Hand in Hand. Im Frühjahr
1961 wurde eine Sprungschanze mit einem Normpunkt von 25 m am
Ziegelberg erbaut. Diese sportlichen Aktivitäten am Ziegelberg haben
es verlangt, eine Schutzhütte zu errichten. Diese Schutzhütte war
der Vorreiter unserer heutigen Skihütte, die für ca. 70 Personen
Platz bietet. Unsere Skihütte ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein
Ort für große und kleine Festivitäten. Seit den Anfängen der
Skiabteilung nahmen Sportler des TV Weiler an Wettkämpfen im
nordischen Skisport teil. Bis heute haben wir eine aktive
Sportlergruppe, die alle Altersklassen umfasst. Kinder, Schüler,
Jugendliche, Junioren und Aktive nehmen an Wettkämpfen auf
Bezirks-, Landes- und Bundesebene teil. Jedes Jahr werden Sportler
der Skiabteilung zu Bundesskispielen und deutschen Meisterschaften
eingeladen. Sogar auf internationaler Ebene können unsere Sportler
und Sportlerinnen ihr Können beweisen. Trainingsfleiß und eine sportliche Einstellung sind erforderlich, um erfolgreich zu sein. Ebenso sind die Trainer und Betreuer ein Garant für diesen Erfolg. Durch immer neue Erfolge - nun auch schon auf Bundesebene - stieg das Ansehen sowohl der Abteilung als auch des Vereins innerhalb des Bezirks und des Schwäbischen Skiverbandes. Zahlreiche Sportler haben den Namen des Vereins, TV Weiler, bis weit über die Landesgrenzen hinaus getragen und ihn vertreten. So wurden z. B. 1969 Richard Bauer - schwäbischer Juniorenmeister 1978 Dieter Mangold - Deutscher Polizeimeister im 15-km-Langlauf 1989 Tobias Dangelmaier, Stefan Feifel und Dietmar Mangold - Teilnahme an den Deutschen Biathlonmeisterschaften 1991 Stefan Feifel - Schwäbischer und Baden-württembergischer Biathlonmeister 1992 Daniela Schlund - Aufnahme in den C/D-Kader des Deutschen Skiverbandes 1995 Dieter Mangold - Deutscher Seniorenmeister mit der Staffel 1995 Daniela Schlund - Teilnahme am internationalen Ländervergleichskampf in Italien Die Liste mit den Erfolgen im nordischen Bereich würde allein ein ganzes Heft ausfüllen, daher nur ein kleiner Auszug aus den letzten 35 Jahren. Aber nicht nur aktive Sportler, sondern auch aktive Kampfrichter hat der TV Weiler in die Welt gesandt. 1979 wurde Hermann Kluger zum Kampfrichter-Referent und FIS-Sprungrichter gewählt. 1982 war er als FIS-Sprungrichter bei der WM in Oslo dabei. Auch heute noch sind bei vielen Wettkämpfen die Kampfrichter vom TV Weiler vertreten. Seit 75 Jahren wurde für die Pflege der Jugendarbeit im Verein große Bedeutung geschenkt. Sie ist für uns das Fundament und die Garantie, dass wir noch weiterhin jung und aktiv bleiben. Den vielzähligen Aufgaben im sportlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich konnte unser Turnverein nur durch den persönlichen Einsatz seiner Mitglieder gerecht werden. Unser Sportverein lebt hauptsächlich aus dem selbstlosen Engagement seiner Mitglieder für das Gemeinwohl. |